1. Die 3 Stufen der Persönlichkeitsentwicklung

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🟢 Basics

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In der Psychologie gibt es unterschiedliche Theorien und Modelle, die erklären, wie wir unsere Persönlichkeit bewusst entwickeln können. Einige besonders bewährten Modelle finden Sie auf den folgenden Seiten.
Es existiert keine einheitliche Definition dafür, was genau unter Persönlichkeitsentwicklung zu verstehen ist (s.a.:Was ist Persönlichkeitsentwicklung und was nicht? ) und wie man sie am besten angeht.

Eine erste Orientierung bieten die „3 Stufen der Persönlichkeitsentwicklung“ – ein pragmatisches Modell, das aus drei Phasen besteht:

Phase 1: Selbsterkenntnis:

Wenn Ihnen z. B. gar nicht bewusst ist, dass Sie zu oft reflexhaft einfach „ja“ sagen , um sich hinterher darüber zu ärgern, was Sie sich damit wieder „ans Bein gebunden haben“, dann wäre ein guter erster Schritt, zunächst zu überlegen, warum Sie so handeln, wie Sie es tun.
Das ist sinnvoller, als sich übereilt in Veränderungsvorhaben zu stürzen, die viel Zeit und Energie kosten und am Ende vielleicht scheitern. Es geht darum, sich selbst besser zu verstehen und Antworten auf folgende Fragen zu finden:
„Was zeichnet mich aus? Was macht mich als Person aus?“ Im ersten Schritt geht es also darum, sich zu reflektieren und sich selbst besser kennenzulernen. Also: Was können Sie besonders gut? Worauf freuen Sie sich, wenn Sie an Ihre Stärken denken? Und was sind Ihre Grundüberzeugungen Glaubenssätze verstehen, die Sie leiten?

Wichtig ist dabei, das Ganze zunächst ohne Bewertung zu betrachten. Ob eine Eigenschaft eine „Schwäche“ oder eine „Stärke“ ist, lässt sich oft nur im Kontext feststellen. Jeder hat einen mehr oder weniger großen „blinden Fleck“ (s.a. Johari-Fenster). Deshalb reicht reine Selbstreflexion oft nicht aus. Sie brauchen Menschen, die Ihnen ehrliches Feedback geben, damit Sie Ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung miteinander abgleichen können.


Phase 2: Selbstakzeptanz:

Nach der Selbsterkenntnis folgt die Phase der Selbstakzeptanz. Hier geht es darum, sich selbst anzunehmen – trotz erkannter Schwächen oder Unvollkommenheiten. Statt sich zu verurteilen, lautet die hilfreichere Frage:
„Was von all dem kann und möchte ich an mir akzeptieren?“

Das kann in beide Richtungen kippen: zu viel im Sinne von „Ich bin halt so“ – dann endet jede bewusste Weiterentwicklung. Oder zu wenig, wenn Sie sehr kritisch mit sich sind.
Es geht um eine gesunde Balance zwischen "Ich nehme mich an - auch mit meinen Ecken und Kanten." und "Dieses Verhalten, diese Einstellung möchte ich gerne verändern."
(s.a. 1.1.4 Wertequadrat)
Bedenken Sie: Ihre persönliche Entwicklung sollte keine Selbsttherapie sein. Wenn Sie sich im Kern nicht annehmen können, werden Sie spätestens in der nächsten Phase immer wieder mit Selbstschutzmechanismen konfrontiert sein. Deshalb gilt: Nehmen Sie sich an und begegnen Sie sich mit Wohlwollen. Oft ist die Akzeptanz dessen, was ist, der erste Schritt zur Veränderung.
(s.a. The Work (Byron Katie))


Phase 3: Selbstveränderung:

In dieser Phase geht es darum, bewusste Veränderungen vorzunehmen, um positive Ergebnisse zu erzielen. Die Veränderungsvorhaben können z.B. sein:

Es ist sinnvoll, zunächst bei den Bereichen zu beginnen, in denen Veränderungen leichter fallen und schnelle Erfolgserlebnisse möglich sind – sogenannte „Quick Wins“. Das gibt Ihnen Rückenwind und motiviert Sie, sich auch an größere Vorhaben heranzuwagen.
Eine gute Orientierung, wo Sie beginnen, kann das Modell der Logischen Ebenen nach Robert Dilts sein.
Und bei jeder Veränderung geht es nicht immer zwangsläufig darum, etwas Neues zu beginnen - z.B. sich ein neues Verhalten oder eine neue Gewohnheit anzueignen. Bei vielen Aspekte wäre ein "etwas weniger oder ein etwas mehr davon" schon mehr als genug. (-> Das "Start-Stop-Less-More Modell)

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